Bei unserem Round-Table Auftakt am 10.09.2019 durften wir Frau Mag.a Christine Lins, Executive Director und Mitbegründerin von GWNET Global Women’s Network for the Energy Transition und erfahrene Expertin aus dem Energiesektor, begrüßen.

Während ihrer langjährigen Tätigkeit im Energiebereich auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene, ist ihr immer wieder aufgefallen wie wenige Frauen in dieser Domäne vertreten waren. Als Grund für eine geringe Frauenquote sieht sie die überwiegend technische Wahrnehmung des Energiesektors, der auf einige Frauen abschreckend wirkt. Dabei bedarf es ihrer Meinung nach einer Reihe von ExpertInnen aus anderen Branchen, wie aus der Wissenschaft und dem Kommunikationsbereich und sie betont wie wertvoll weibliche Expertise ist. Ein Bewusstsein für diese Notwendigkeit zu schaffen, ist GWNET aktuell ein großes Anliegen.

Das Global Women’s Network for the Energy Transition strebt die Umsetzung der SDGs (Sustainable Development Goals) Nummer 5 (Gender Equality) und Nummer 7 (Affordable and Clean Energy) an und kooperiert mit UN-Organisationen und Industrieverbänden.

Dieser Internationale Verein mit dem Ziel einer Antreibung der Energiewende, wurde 2017 nach österreichischem Recht gegründet und startete zunächst als Netzwerk für ehrenamtliche Arbeit. Mit der Zeit entwickelte er sich mit seinem vielfältigen Angebot an Trainings-, Mentoring- und Coaching-Programmen zu einem wichtigen Netzwerk für Frauen im Energiebereich und zählt über 100 Mitglieder aus 88 Ländern.

Tatsächlich lässt sich in den letzten Jahren weltweit ein Energiewandel beobachten. So ist zwischen 2012 und 2018 die Produktion von Strom aus der Sonne stark angestiegen und mehr als 50% der Kraftwerke basieren auf erneuerbaren Energieträgern. Sogar Schwellenländer investieren immer mehr in diesem Bereich. Dennoch lässt eine Analyse der absoluten Zahlen erkennen, dass es noch ein weiter Weg sein wird, um den Energiesektor zu dekarbonisieren.

Als mögliche Lösungsansätze für die Erreichung dieses Vorhabens sieht Frau Lins die Schaffung von Kooperationen zum gezielten Netzwerken, sowie von Datengrundlagen, um auch auf politischer Ebene eine Diskussion diesbezüglich eröffnen zu können. Außerdem betont sie die Relevanz einer Einbindung von Männern in diesen Fragen, die erkennen sollen, wie effektiv die Zusammenarbeit mit Frauen für eine zukünftige nachhaltige Entwicklung ist.

Auch wenn dies eine Gratwanderung werden kann – Christine Lins verbleibt optimistisch.

 

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