UN Trust Fund in Juli: Starke Stimmen in stürmischen Zeiten – Frauenrechte in der Klimakrise

Der UN-Treuhandfonds zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen (UN Trust Fund), der von UN Women im Namen des UN-Systems verwaltet wird, ist der einzige globale Fördermechanismus mit gebündelten Mitteln, der ausschließlich der Beendigung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen (VAW/G) gewidmet ist.

Seit seiner Gründung im Jahr 1996 durch die Resolution 50/166 der UN-Generalversammlung hat der UN-Treuhandfonds 241,8 Millionen US-Dollar an 706 Initiativen in 140 Ländern und Gebieten vergeben. Er hat dabei seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, zivilgesellschaftliche Organisationen und Frauenrechtsorganisationen zu unterstützen, die an vorderster Front dafür kämpfen, dass alle Frauen und Mädchen – einschließlich derjenigen, die am stärksten gefährdet sind, zurückgelassen zu werden – frei von jeglicher Form von Gewalt leben und ihre Menschenrechte genießen und ausüben können.

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Klimawandel ist nicht geschlechtsneutral.
Weltweit sind Frauen und Mädchen überproportional von seinen Auswirkungen betroffen – sei es durch Umweltzerstörung oder Naturkatastrophen. Da sie häufig unbezahlte Sorgearbeit leisten, etwa die Beschaffung von Wasser, Nahrung oder Brennstoffen, gehören sie zu den Ersten, die die Folgen von Überschwemmungen, Dürren oder Abholzung zu spüren bekommen.

Diese Umweltbelastungen können das Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen erhöhen, einschließlich schädlicher Praktiken wie Kinderehen. Auf ihren oft langen und regelmäßigen Wegen zur Beschaffung lebensnotwendiger Ressourcen sind Frauen und Mädchen zunehmend Gewalt ausgesetzt. Gleichzeitig können Vertreibung, Armut, Ernährungsunsicherheit und der Verlust der Lebensgrundlage Spannungen innerhalb von Familien und Gemeinschaften verschärfen – was häufig zu Partnerschaftsgewalt und anderen Formen von Missbrauch führt.

Auch Frauen, die sich als Umwelt- und Menschenrechtsverteidigerinnen engagieren, werden für ihren Aktivismus ins Visier genommen. Viele sehen sich Belästigungen, Drohungen und sogar Femiziden ausgesetzt – allein weil sie ihr Land und ihre Gemeinschaften schützen. Ihr Einsatz für Führung und Gleichberechtigung stellt oft traditionelle Geschlechternormen infrage, was das Risiko von Gewalt – sowohl online als auch offline – zusätzlich erhöht.

Die Pekinger Aktionsplattform erkannte bereits früh die entscheidende Rolle von Frauen bei der Förderung nachhaltiger Entwicklung. Dreißig Jahre später ist der Aufruf zu ihrer gleichberechtigten Beteiligung an umweltpolitischen Entscheidungen noch immer dringend. Begrenzte Landrechte, ungleicher Zugang zu Ressourcen und tief verwurzelte Geschlechternormen schränken nach wie vor ihre Möglichkeiten ein, sich anzupassen, zu führen und angesichts des Klimawandels zu gedeihen.

Klimagerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen sind untrennbar miteinander verbunden.
Nur gemeinsam können sie den Weg in eine sicherere, gerechtere Zukunft für alle ebnen.


Ziele:

  • Die Verbindung zwischen Klimawandel und Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufzeigen und betonen, dass beide Themen gemeinsam angegangen werden müssen, um eine gerechtere Zukunft zu schaffen.

  • Die zentrale Rolle von zivilgesellschaftlichen Basisorganisationen und Frauenrechtsorganisationen bei der Prävention und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt im Kontext der Klimakrise anerkennen.

  • Auf die spezifischen Risiken geschlechtsspezifischer Gewalt für weibliche Umwelt- und Menschenrechtsverteidigerinnen – sowohl online als auch offline – aufmerksam machen.

 

Quellen: