UN Women bei der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung (UNGA 81)

Die 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA) beginnt am 8. September 2026. Angesichts einer Rekordzahl an Konflikten, der stagnierenden Fortschritte bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und eines organisierten Rückschlags gegen die Rechte von Frauen und Mädchen ist es wichtiger denn je, die Rechte aller Frauen und Mädchen zu verwirklichen.

UN Women fordert deshalb dringendes Handeln: Das multilaterale System kann weder Frieden noch Entwicklung oder die Verwirklichung von Menschenrechten für alle erreichen, solange Frauen keinen gleichberechtigten Zugang zu Macht und Entscheidungsträgern haben.

Am 17. September 2026 werden UN Women und die Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UN DESA) im Rahmen einer Pressekonferenz den wegweisenden Gender Snapshot 2026 vorstellen.

Der Bericht, welcher die weltweit führende Datenquelle zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung darstellt, kommt zu dem Ergebnis, dass die Fortschritte bei der politischen und gesellschaftlichen Führung von Frauen weltweit im Jahr 2026 ausbleiben und sich in vielen Ländern auf verschiedenen Ebenen der Macht sogar wieder zurückentwickeln.

Der Bericht erscheint im Vorfeld der Hochrangigen Woche der UN-Generalversammlung (22.–26. September). In dieser Woche kommen Staats- und Regierungschefs, Ministerinnen und Minister sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft in New York zusammen. Gleichzeitig beginnen die Mitgliedstaaten mit der Auswahl des zehnten Generalsekretärs der Vereinten Nationen, ein Amt, das in der 81-jährigen Geschichte der UN noch nie eine Frau innehatte.

Medienpräsentation des UNGA81-Berichts: „Fortschritte bei den Zielen für nachhaltige Entwicklung: Der Gender Snapshot 2026“

  • Wann: 17. September 2026, 12:30 Uhr EDT
  • Wo: UN-Hauptquartier, Pressebriefingraum S-237
  • Livestream: UN Web TV

UN Women und UN DESA stellen am 17. September während eines Pressebriefings am UN-Hauptsitz in New York den Bericht „Progress on the Sustainable Development Goals: The Gender Snapshot 2026“ vor.

Der Gender Snapshot 2026 legt den Schwerpunkt auf Führung und politische Teilhabe und zeigt, dass die Fortschritte auf dem Weg zu einer gleichberechtigten Beteiligung von Frauen an politischer Führung an Dynamik verlieren.

Der Bericht macht deutlich, dass Geschlechtergleichstellung in Führungspositionen nicht nur bedeutet, den Anteil von Frauen in entsprechenden Positionen zu erhöhen. Ebenso entscheidend ist, dass Frauen gleichberechtigten Zugang zu Positionen mit tatsächlicher Entscheidungs- und Gestaltungsmacht erhalten.

Jährliches Treffen der UNGA-Plattform der Frauen in Führungspositionen

  • Wann: Mittwoch, 23. September 2026, 13:15–14:45 Uhr EDT
  • Wo: UN-Hauptquartier, New York
  • Geschlossene Veranstaltung, daher kein Livestream und keine öffentliche Teilnahme

Die Plattform der Frauen in Führungspositionen der UN-Generalversammlung bringt Frauen in politischen und gesellschaftlichen Führungspositionen zusammen, um Perspektiven auszutauschen, gemeinsame Führung zu stärken und einen stärker geschlechtergerechten Multilateralismus voranzubringen.

Die Plattform bietet Raum, um konkrete Möglichkeiten zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit, zur Beschleunigung der Umsetzung der SDGs und für einen Multilateralismus zu entwickeln, der sich an den Bedürfnissen der Menschen weltweit orientiert.

Das diesjährige Treffen wird vom Präsidenten der Generalversammlung und der Exekutivdirektorin von UN Women gemeinsam ausgerichtet und steht unter dem Thema:

„Die Führungsrolle von Frauen bei der Wiederherstellung von Vertrauen und der Gestaltung des Wandels für Vereinte Nationen, die für alle da sind.“

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen Maßnahmen zur beschleunigten Umsetzung der Agenda 2030. Dazu gehören insbesondere die vollständige, gleichberechtigte und wirkungsvolle Beteiligung und Führung von Frauen, eine geschlechtergerechte Politikgestaltung und Finanzierung sowie eine inklusivere und rechenschaftspflichtigere globale Regierungsführung.

Ministerieller Runder Tisch der G77 und aufstrebender Partner: Bekämpfung technologiegestützter Gewalt gegen Frauen und Mädchen

  • Wann: 23. September 2026, 15:00–16:45 Uhr EDT
  • Wo: UN-Hauptquartier, New York, Konferenzraum 6
  • Livestream: Wird noch bekannt gegeben

UN Women und die Republik Kroatien veranstalten gemeinsam einen ministeriellen Runden Tisch der G77 und aufstrebender Partner zum Thema technologiegestützte Gewalt gegen Frauen und Mädchen (TF VAWG).

Unter Beteiligung hochrangiger Regierungsvertreterinnen und -vertreter, Ministerinnen und Minister sowie führender Vertreterinnen und Vertreter des Technologiesektors wird die Veranstaltung neue Risiken untersuchen, die durch Technologien entstehen. Dazu gehören insbesondere durch künstliche Intelligenz ermöglichte Formen des Missbrauchs sowie die zunehmenden Auswirkungen technologiegestützter Gewalt auf Geschlechtergleichstellung, die politische und gesellschaftliche Führung von Frauen und eine inklusive digitale Transformation.

Der Runde Tisch soll evidenzbasierte Lösungen fördern, vielversprechende Ansätze vorstellen und strategische Partnerschaften sowie politische Verpflichtungen stärken. Ziel ist ein koordiniertes, rechtebasiertes Vorgehen zur Verhinderung und Bekämpfung technologiegestützter Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Umsetzung der Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“: Stärkung von Umsetzung und Rechenschaftspflicht in einer fragmentierten Sicherheitslandschaft – Eine Ministerielle Begleitveranstaltung des Netzwerks der WPS-Ansprechstellen zur UNGA81

  • Wann: 23. September 2026, 15:30–17:30 Uhr EDT
  • Wo: Konferenzraum 1, UN-Hauptquartier, New York
  • Livestream / Zugang: UN Web TV; für die Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung erforderlich

Das Netzwerk der Ansprechstellen für Frauen, Frieden und Sicherheit (Women, Peace and Security Focal Points Network, WPS-FPN), derzeit gemeinsam von Italien und den Philippinen geleitet und mit UN Women als Sekretariat, kommt während der Hochrangigen Woche der UN-Generalversammlung in New York zusammen.

Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens soll das Treffen hochrangige politische Zusagen sichern, um die Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ stärker in nationale Institutionen und multilaterale Prozesse zu integrieren.

Angesichts der zunehmenden globalen Instabilität sollen Regierungsmitglieder mit Zuständigkeit für Verteidigung, Sicherheit und Frauenrechte gemeinsam mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern regionaler Organisationen auf der Grundlage des Gemeinsamen Kommuniqués des Treffens von Rom daran arbeiten, die Anliegen der WPS-Agenda stärker in Entscheidungen über Verteidigungs- und Sicherheitspolitik zu verankern.

Hochrangiger Dialog zur Wiederbelebung eines feministischen Multilateralismus

  • Wann: 25. September 2026, 15:30–17:00 Uhr EDT
  • Wo: UN-Hauptquartier New York und Livestream über UN WebTV
  • Livestream: UN Web TV

Die Regierung Mexikos, UN Women und Karama veranstalten gemeinsam mit Mitgliedstaaten sowie regionalen Partnern und Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter FEMNET, FFP Collaborative, ARROW und die Women’s Environment & Development Organization (WEDO), während der Hochrangigen Woche der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung einen öffentlichen Dialog auf hoher Ebene.

Im Mittelpunkt steht die entscheidende Bedeutung, die Führung und politische Teilhabe von Frauen weltweit ins Zentrum zu rücken. Ziel ist es, einen feministischen Ansatz für den Multilateralismus voranzubringen, der auf die heutigen politischen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen reagieren kann.

Veranstaltungen in der SDG Media Zone

  • Ort: UN Visitor Plaza, UN-Hauptquartier

Die Führungslücke: Können die SDGs ohne Frauen in Machtpositionen erreicht werden?

22. September, 15:30–15:50 Uhr

Wer Entscheidungen trifft, bestimmt maßgeblich, wessen Stimmen gehört werden, welche Prioritäten finanziert werden und wessen Rechte geschützt werden.

Trotz der erzielten Fortschritte sind Frauen in politischen Führungspositionen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Gleichzeitig sehen sie sich wachsenden Hindernissen gegenüber, darunter digitale Gewalt, Desinformation und demokratischer Rückbau.

Ausgehend von den neuesten Erkenntnissen des Gender Snapshot 2026 wird in diesem Gespräch untersucht, was die Daten über den aktuellen Stand der politischen Teilhabe von Frauen aussagen, warum inklusive Führung entscheidend für die Wiederherstellung des öffentlichen Vertrauens ist und was Regierungen, Institutionen und Bürgerinnen und Bürger tun können, um Veränderungen zu beschleunigen.

Vertreterinnen und Vertreter globaler Führung, politische Akteurinnen und Akteure sowie unabhängige Stimmen kommen zusammen, um zu diskutieren, warum die Erreichung der SDGs voraussetzt, dass Frauen überall dort gleichberechtigt vertreten sind, wo Entscheidungen getroffen werden.

Leadership Town Hall

23. September, 15:30–16:30 Uhr

In dieser Gesprächsrunde geht es um die Eigenschaften und Fähigkeiten, die die globalen Führungspersönlichkeiten von morgen – und insbesondere die nächste Generation von Führungskräften der Vereinten Nationen – benötigen, um wirksam auf die miteinander verflochtenen Herausforderungen unserer Zeit zu reagieren.

An der Diskussion über weibliche Führung und Multilateralismus nehmen unter anderem Helen Clark, Irina Bokova und Susana Malcorra teil.

Feminismus und KI

24. September, 10:30–10:50 Uhr

Angesichts des weltweit zunehmenden Widerstands gegen die Rechte von Frauen und des Einsatzes von Technologie als Instrument, um Frauen und Mädchen zu schaden, ist der Kampf für Geschlechtergleichstellung dringlicher denn je.

Die Diskussion von UN Women in der SDG Media Zone unter dem Titel „KI und Feminismus“ bringt Aktivistinnen und Aktivisten, Expertinnen und Experten sowie globale Führungspersönlichkeiten zusammen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie künstliche Intelligenz den Rückschlag gegen die Rechte von Frauen und Mädchen verstärkt, aber auch, welches Potenzial sie besitzt, diesen Rückschlag zu überwinden.

Die Teilnehmenden werden konkrete Wege nach vorn diskutieren: von opfer- bzw. betroffenenenzentrierten Ansätzen und einer stärkeren Verantwortung der Plattformbetreiber bis hin zu besserer Regulierung und der konsequenten Verankerung von Sicherheit bereits bei der Entwicklung von Technologien („Safety by Design“).

Technologie sollte ein Instrument für Gleichberechtigung sein und keine Waffe gegen Frauen und Mädchen. Genau darum geht es in dieser Diskussion.

********

Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen und zu den Aktivitäten von UN Women bei der UNGA81 finden Sie auf dieser Website.