Pride

Pride ist mehr als eine Parade oder ein Monat im Jahr. Pride steht für Gleichberechtigung, Würde, Sicherheit und Sichtbarkeit von LGBTQIA+ Personen weltweit. Es geht um den Stolz auf die eigene Identität – trotz der Herausforderungen, Diskriminierung und Ausgrenzung, mit denen viele Menschen weiterhin konfrontiert sind.

Für viele Menschen bedeutet Pride Gemeinschaft, Empowerment und Freude. Gleichzeitig bleibt Pride untrennbar mit dem Einsatz für Menschenrechte verbunden. Millionen LGBTQIA+ Personen erleben weltweit Diskriminierung, Gewalt, Ausgrenzung sowie Hürden beim Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung, Arbeit und rechtlichem Schutz. Lesbische, bisexuelle, trans und queere Frauen sowie genderdiverse Personen sind dabei häufig mehrfacher und sich überschneidender Diskriminierung ausgesetzt.

UN Women setzt sich für eine Welt ein, in der alle Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder Geschlechtsmerkmale, frei, sicher und selbstbestimmt leben können. Gleichstellung ist nur möglich, wenn sie alle Menschen einschließt.

Obwohl in vielen Teilen der Welt Fortschritte erzielt wurden, bleiben die Herausforderungen groß. In zahlreichen Ländern sind LGBTQIA+ Personen weiterhin von Kriminalisierung, gesellschaftlicher Ausgrenzung, Hassrede und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen. Krisen, Konflikte, Vertreibung und Armut verschärfen die Risiken für marginalisierte Gruppen zusätzlich.

Gleichzeitig ist auch in einigen Ländern des Globalen Nordens ein besorgniserregender Rückschritt zu beobachten. Zunehmende politische Polarisierung, Anti-LGBTQIA+-Rhetorik sowie Versuche, Schutzmaßnahmen und Rechte einzuschränken, zeigen, dass erkämpfte Fortschritte weiter bedroht sind.

Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass Gleichstellung kein abgeschlossener Prozess ist, sondern kontinuierlich verteidigt und weiterentwickelt werden muss.

Weltweit setzen sich Aktivist*innen, Organisationen und lokale Communities täglich für Veränderung ein. Zahlreiche Projekte schaffen Schutzräume, bieten psychosoziale und rechtliche Unterstützung und stärken den Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Inklusion, Solidarität und Menschenrechte müssen im Zentrum nachhaltiger Entwicklung und Geschlechtergerechtigkeit stehen.

Was bedeutet LGBTQIA+?

LGBTQIA+ ist eine Sammelbezeichnung für Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Geschlechtsmerkmalen.

  • L – Lesbisch
  • G – Schwul (Gay)
  • B – Bisexuell
  • T – Trans
  • Q – Queer
  • I – Intergeschlechtlich (inter)
  • A – Asexuell, aromantisch oder agender
  • + – steht für weitere sexuelle Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Geschlechtsausdrücke.

Die Buchstaben beschreiben unterschiedliche Aspekte der menschlichen Vielfalt. Nicht alle Menschen verwenden diese Begriffe für sich selbst, und die Abkürzung entwickelt sich im Laufe der Zeit weiter, um die Vielfalt von Identitäten und Lebensrealitäten abzubilden.

Ich habe es genossen, mich wie eine Frau fühlen zu können, ohne verurteilt zu werden oder mich erklären zu müssen.“

— Ana*, trans Frau und Teilnehmerin des Projekts

UN Women fördert Projekte, die sich genau hierfür einsetzen und stets Unterstützung brauchen. Hier ein kleiner Ausblick ausgewählter Projekte. 

Unterstützung Überlebender von Gewalt

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist in Albanien weit verbreitet. Besonders lesbische, bisexuelle und trans Frauen sind von Diskriminierung sowie Gewalt betroffen.

Mit Unterstützung des UN Trust Fund to End Violence against Women setzt das Zentrum „Shelter Edlira Haxhiymeri“ (SEH) gemeinsam mit dem Streha Center ein Projekt um, das Überlebende von Gewalt in abgelegenen Regionen Albaniens unterstützt.

Das Projekt bietet psychosoziale Unterstützung, rechtliche Beratung, Schutzunterkünfte sowie berufliche Qualifizierungsmaßnahmen, um Frauen und Mädchen ein selbstbestimmtes Leben frei von Gewalt zu ermöglichen.

Bereits mehr als 200 Frauen und Mädchen, darunter über 100 lesbische, bisexuelle und trans Frauen und Mädchen, konnten durch das Projekt unterstützt werden.

Mehr Infos zu diesem Projekt finden Sie hier.

Rechte stärken und Gerechtigkeit schaffen

Frauenrechte stärken und Gerechtigkeit schaffen; South Africa, Honduras, Indonesia – Just Associates (JASS), Initiative Title: Power. Movements. Change. – Cycle 28

In Südafrika, Honduras und Indonesien sind Frauenrechtsaktivistinnen und LGBTQI+-Personen zunehmend Gewalt, politischer Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Besonders betroffen sind Frauen, die sich für Landrechte, Arbeitsrechte und körperliche Selbstbestimmung einsetzen.

Das Projekt stärkt feministische Bewegungen, indem Aktivistinnen durch Trainings, Netzwerke und Schutzstrukturen unterstützt werden. Gleichzeitig werden neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Bewegungen gefördert, um langfristige gesellschaftliche Veränderungen zu erreichen.

Ein besonderer Fokus liegt auf kollektiver Stärkung, psychosozialer Unterstützung und der Entwicklung von Gegen-Narrativen zu geschlechterbasierter Gewalt.

Mehr Infos zu diesem Projekt, finden Sie hier.

 

Gleichberechtigung, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe sind keine Privilegien, sondern grundlegende Menschenrechte.

Indem wir Stimmen sichtbar machen, lokale Organisationen stärken und Solidarität zeigen, können wir dazu beitragen, eine Welt zu schaffen, in der alle Menschen frei, sicher und selbstbestimmt leben können.

Unterstützen Sie uns über unsere Spendenbox.

Setz ein Zeichen. Trag Equality.

Die Equality Cap ist mehr als ein Accessoire – sie ist ein sichtbares Statement für Geschlechtergerechtigkeit und um ein klares Zeichen zu setzen, dass Menschenrechte für alle gelten. Gleichstellung ist nur möglich, wenn es alle Menschen betrifft. Erlöse aus dem Verkauf fließen direkt in Programme und Kampagnen zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Frauenrechten.