Rights. Justice. Action. For All Women And Girls.

 

Dieser Titel bildet den Schwerpunkt der globalen Kampagne zum 8. März 2026, dem Weltfrauentag.

Der Fokus liegt darauf, konkrete Rechte zu verwirklichen, Zugang zu Gerechtigkeit zu schaffen und echte, spürbare Maßnahmen umzusetzen, die das Leben aller Frauen und Mädchen verbessern. Rechte allein reichen nicht aus, diese müssen auch durchsetzbar sein und geschützt werden durch Gesetze, politische Maßnahmen oder gesellschaftliches Engagement.

Weltweit sind Frauen in vielen Bereichen noch immer rechtlich benachteiligt und strukturellen Barrieren ausgesetzt, die ihre Teilhabe, Sicherheit, Zugang zu Ressourcen und Gerechtigkeit behindern.

Unter dem diesjährigen Motto rückt UN Women insbesondere Themen wie Rechtsgleichheit, Zugang zu Justizsystemen und Maßnahmen zur Beseitigung diskriminierender Strukturen in den Mittelpunkt – mit dem Ziel, Frauen und Mädchen nicht nur rechtlich, sondern auch tatsächlich zu schützen und zu stärken.

Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen

Die 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission findet vom 09. bis 19. März 2026 am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York statt. Vertreter*innen von UN-Mitgliedstaaten, UN-Organisationen sowie nichtstaatliche Organisationen (NGOs) mit ECOSOC-Status aus allen Regionen der Welt sind eingeladen, an der Sitzung teilzunehmen.

Themenschwerpunkte

Der Hauptfokus der 70. Sitzung liegt auf der Sicherstellung und Stärkung des Zugangs zum Recht für alle Frauen und Mädchen, durch die Förderung inklusiver und gerechter Rechtssysteme, die Beseitigung diskriminierender Gesetze, Politiken und Praktiken sowie den Abbau struktureller Barrieren. Diese Überprüfung umfasst:

  • Die vollständige und wirksame Beteiligung von Frauen am öffentlichen Leben und an Entscheidungsprozessen.
  • Die Beseitigung von Gewalt, um die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung aller Frauen und Mädchen zu erreichen.

 

Österreichische Beiträge zum Weltfrauentag 2026

„Frauenrechte sind Menschenrechte. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist kein privates Problem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die entschlossenes Handeln erfordert. Im Sinne der UN-Kampagne „Rights, Justice, Action“ setzen wir auf Taten statt Worte. Das bedeutet: Wir verbessern den Opferschutz, schaffen sicherere Strukturen und sorgen für eine Justiz, die Betroffene konsequent schützt und stärkt.“

Dr.in Anna Sporrer

Bundesministerin für Justiz, © BKA / Wenzel

„Gleichberechtigung gelingt nur, wenn Frauen sichtbar werden und in Schlüsselrollen Verantwortung übernehmen. Darum setze ich mich bei Women in Tax dafür ein, Ungleichgewichte aufzuzeigen und Frauen eine Bühne zu geben. Denn Sichtbarkeit schafft Wirksamkeit und nur mit mehr Frauen an den Entscheidungshebeln können Rechte, Gerechtigkeit und echte Teilhabe für alle Frauen und Mädchen Realität werden.“

MMag.a Barbara Cech

VP Record2Report, OMV Aktiengesellschaft, Mitbegründerin Women in Tax & Accounting, © Sebastian Philipp | Fotografie e.U.

„Role Models sind wichtig – doch noch wichtiger ist gelebte Normalität. Wenn Frauen in verantwortungsvollen Positionen nicht mehr die Ausnahme, sondern selbstverständlich die Regel sind, verändert das die Perspektiven und die Karriereplanung junger Mädchen grundlegend. Genau dafür engagiere ich mich bei Women in Tax: Ich möchte insbesondere jungen Frauen Mut machen, ihnen Orientierung geben und sichtbar machen, wie vielfältig und erreichbar die unterschiedlichen Karrierewege für sie sind.“

Dr. Caroline Heber

Professorin für Finanzrecht an der Universität Wien, Mitglied im Steering Committee von Women in Tax & Accounting, © Ian Ehm

„Feminismus und Geschlechterparität sind kein Sonderthema und kein Nullsummenspiel. Wenn Macht, Ressourcen und Chancen fairer verteilt werden, profitieren alle: bessere Entscheidungen, vielfältigere Perspektiven, mehr Innovation und ein respektvolleres Miteinander. Parität stärkt Teams, Organisationen und Gesellschaft, weil sie Talent sichtbar macht, Diskriminierung abbaut und Teilhabe ermöglicht. Ein Vorteil für alle, heute und langfristig.“

Mag. Caroline Weerkamp

Vorständin Women in Law, Partnerin und Rechtsanwältin der Philadelphy-Steiner Rechtsanwalts GmbH, Vortragende

„Das Arbeitsrecht als Schutzrecht führt jedoch dazu, dass Frauen strukturell benachteiligt werden. Regelungen über die Möglichkeit von langen Karenzen und Elternteilzeit haben negative Auswirkungen auf die Karrierechancen, das Einkommen und letztlich auf die Pension von Frauen. Um hier eine Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zu erwirken, bedarf es einer Änderung des Rollenverständnisses in der Gesellschaft, flächendeckender Kinderbetreuungsmöglichkeiten und sinnvoller gesetzlicher Regelungen.“

Mag. Carina Stiglbauer, MA, MSc

HR-Consultant, Vortragende, Headhunterin, Mitinitiatorin der Women in Law-Fokusgruppe Employment Law, © Anna Heuberger

„Frauen haben im Laufe der Jahre bedeutende Positionen im österreichischen Justiz- und Rechtswesen eingenommen – sei es als Justizministerinnen, Höchstrichterinnen, Kanzleipartnerinnen, Einzelkämpferinnen in der eigenen Rechtsanwaltskanzlei, Unternehmensjuristinnen, Interessenvertreterinnen, Ministerialbeamtinnen oder Richterinnen. Dennoch stellen unter anderem das uneinheitliche Pensionssystem und die sogenannte gläserne Decke nach wie vor erhebliche Hürden dar: Karrierewege werden oft ohne sachliche Begründung erschwert oder versperrt, was gerade Frauen finanziell und beruflich belastet. Auch in Zukunft braucht das Justizsystem aus vielfältigen Gründen engagierte Frauen. Daher ist es ein dringender Appell an Ausbildner:innen an den Universitäten, Arbeitgeber:innen und die Regierung, Frauen in Rechtsberufen bestmöglich zu fördern und ihnen faire Chancen auf Karrierewege sowie ein diskriminierungsfreies und finanziell angemessenes Arbeiten zu sichern.“

Dr. Ursula Roberts

Partnerin, Rechtsanwältin bei PwC Legal Rechtsanwälte GmbH, Mitinitiatorin der Women in Law-Fokusgruppe Employment Law

„Frauen dürfen heute arbeiten, leisten jedoch weiterhin den Großteil der unbezahlten Care- und Hausarbeit. Dadurch entstehen strukturelle Überlastung und Ungleichheit. Die Erwerbsarbeit von Müttern wird häufig abgewertet – „sie könnte doch zu Hause bleiben, dann wäre es für alle einfacher“. Teilzeit wird oft als einzige Option gesehen, was enorme Einkommens- und Pensionsnachteile zur Folge hat. Viele Väter verzichten aus Sorge vor beruflichen Nachteilen auf Karenz, während von Frauen unausgesprochen erwartet wird, diese Nachteile in Kauf zu nehmen. Die Politik ist gefordert, flächendeckend altersgerechte und flexible Betreuungsangebote zu schaffen. Zudem braucht es verbindliche und durchsetzbare Maßnahmen, um die Dauer der Elternkarenz für Väter an jene der Mütter anzugleichen.“

Mag. Christiane Stockbauer, LL.M.

Senior Legal Counsel, Amiblu Holding GmbH, Initiatorin Mentoring Programm Women in Law Austria