Foto: Julienne Lusenge, Executive Director of the Fund for Congolese Women (FFC), (c) Jonathan Torgovnik .

Übersetzung: Katharina Kleinoscheg

Originalquelle: https://www.unwomen.org/en/news/stories/2020/3/ending-violence-against-women-in-the-context-of-covid-19

Sowie sich die derzeitige COVID-19-Pandemie weltweit ausbreitet, zeigt sich die geschlechtsspezifischen Dimensionen der Auswirkungen des COVID-19-Ausbruchs für den UN Trust Fund to End Violence against Women (UN Trust Fund) und seine Empfängerinnen.  Dies beinhaltet eine erhöhte Pflegebelastung für Frauen, die einerseits einem erhöhten Risiko von häuslichen Gewalt und eine geringere Unterstützung von Seiten der Behörden auf diese Gewalt zu reagieren, ausgesetzt sind. In dieser herausfordernden Zeit ist es entscheidend, auf die unmittelbaren und langfristigen Folgen der aktuellen Krise für Frauen und Mädchen zu reagieren. Der UN Trust Fund engagiert sich weiterhin für seine Partner vor Ort. Er ist für diejenigen da, die zu oft zurückgelassen werden und erkennt die entscheidende Rolle von Frauennetzwerken und Frauenorganisationen an.

Durch das Mapping der Auswirkungen von COVID-19 auf Empfängerinnen des UN Trust Funds, erklärten Organisationen der Zivilgesellschaft von Indien bis zur Demokratischen Republik Kongo, wie sie sich aktiv an den sich ändernden Kontext und die Herausforderungen anpassen, die sich seit dem Ausbruch der Pandemie ergeben.

„Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Krisendienste ununterbrochen fortgesetzt werden. Unsere 24-Stunden-Hotline sowie unsere Krisen- und Rehabilitationsdienste für Überlebende von Verbrennungen sind für diejenigen zugänglich, die Unterstützung benötigen. Als Organisation, die sich für die Bereitstellung von Krisendiensten für die am stärksten gefährdeten Personen einsetzt, arbeiten wir rund um die Uhr daran, dass keine Frau zurückbleibt, auch wenn wir der Gesundheit und Sicherheit aller Menschen Priorität einräumen “, sagte Rashmi Singh, Programmdirektor von „The International Foundation for Crime Prevention and Victim Care“ in Indien, eine Empfängerorganisation des UN Trust Fund.

In Indien unterstützt der UN Trust Fund die Ausweitung der ganzheitlichen Unterstützung der Prävention von Kriminalität und Opferbetreuung für Frauen, einschließlich physischer und psychosozialer Dienste für Überlebende in 10 Distrikten. Die Organisation erkennt die notwendige Kontinuität solcher wesentlichen Dienste für Überlebende an und priorisiert gleichzeitig die Sicherheit ihrer Mitarbeiterinnen durch die Einführung solcher Maßnahmen wie Telefon-Follow-up-Sitzungen und Videoanrufe. Singh erzählt weiter: „Es besteht die Sorge, dass viele Überlebende von Verbrennungen durch die Raster fallen und nicht die physischen oder psychosozialen Dienste erhalten, die sie benötigen. Angesichts der Lücken im Ökosystem der Dienstleistungen hat ein solcher Ausbruch die Notwendigkeit einer koordinierteren Arbeitsweise und des Kapazitätsaufbaus aller Beteiligten nur verstärkt. “

In der Demokratischen Republik Kongo erklärte Julienne Lusenge, Exekutivdirektorin des Fonds für kongolesische Frauen, eine weitere Empfängerorganisation des UN Trust Fund: „Diese Pandemie wird die Unsicherheit der Situation von Frauen und Mädchen erhöhen und die Verwundbarkeit sowie Geschlechterungleichheiten verstärken“. Das Projekt zielt darauf ab, sexuelle Gewalt gegen Schulmädchen durch Bildung, Ausbildung und kollektive Interessenvertretung zu reduzieren und zu verhindern. Aufgrund der Pandemie sind die Schulen geschlossen und daher sind die Aktivitäten beeinträchtigt.

„Mädchen werden dadurch verstärkt häuslicher, sexueller und aller Arten von Gewalt ausgesetzt. […] Wir werden die Botschaften der Experten weiter verstärken, damit jeder den Ernst der aktuellen Situation besser verstehen kann “, sagte Lusenge. „Wir versuchen, uns an diese Situation anzupassen, aber es viele Unbekannte. Wir wissen nicht, wie sich die Situation in der Demokratischen Republik Kongo entwickeln wird. […] Wir werden weiterhin darauf bestehen, dass es nicht an der Frau liegt, alleine zu kämpfen. Es ist der Mann und die Frau zusammen, es ist die ganze Familie, die gegen diese Pandemie kämpfen muss. “

 

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