© Foto von UN Women

Krieg, Gewalt und Verfolgung haben weltweit mehr als 80 Millionen Menschen gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen und alles zurückzulassen, um sich und ihre Familien zu retten.

Als Flüchtlinge müssen sie ihr Leben neu beginnen.

Allzu viele von ihnen sehen jedoch ihre Existenzgrundlagen durch die Pandemie zerstört, haben Stigmatisierung und Verunglimpfung erfahren und sind dem Virus überproportional stark ausgesetzt.

Gleichzeitig haben Flüchtlinge einmal mehr bewiesen, welchen unschätzbaren Beitrag sie dort, wo man sie aufgenommen hat, als systemrelevante Arbeitskräfte an vorderster Front leisten.

Wir sind in der Pflicht, sie beim Wiederaufbau ihrer Existenz zu unterstützen.

COVID-19 hat uns gezeigt, dass wir nur erfolgreich sein können, wenn wir zusammenstehen.

Zum Weltflüchtlingstag appelliere ich an Staat und Gesellschaft, die Flüchtlinge einzubeziehen – in der Gesundheitsversorgung, in der Bildung und im Sport.

Wenn wir alle die Fürsorge und Zuwendung bekommen, die wir brauchen, heilen wir gemeinsam.

Wenn wir alle die Chance auf Bildung erhalten, lernen wir gemeinsam.

Wenn wir alle füreinander eintreten und jeden Menschen achten, glänzen wir gemeinsam.

An diesem Weltflüchtlingstag spreche ich den Ländern, die Flüchtlinge aufgenommen haben, meine Anerkennung aus. Aber wenn wir gemeinsam auf eine Zukunft mit mehr Inklusion und ohne Diskriminierung zugehen wollen, brauchen wir mehr Unterstützung – von Staaten, aus Gesellschaft und Privatwirtschaft und von Einzelnen.

Aus Gesprächen mit Flüchtlingen weiß ich, was es bedeutet, ein neues Leben aufzubauen und dabei die Kraft aufzubringen, das Leben anderer zu bereichern.

Während meiner zehn Jahre als Hoher Flüchtlingskommissar waren mir der Mut, die Widerstandsfähigkeit und die Entschlossenheit dieser Menschen eine Inspiration.

Ich danke den Flüchtlingen und Vertriebenen in aller Welt und zolle ihnen erneut Bewunderung für das, was sie uns alle über die Macht der Hoffnung und des Heilens gelehrt haben.

An diesem Weltflüchtlingstag wie an jedem anderen Tag stehen wir mit den Flüchtlingen Seite an Seite.

António Guterres

UN-Generalsekretär

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich von UNRIC – Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen veröffentlicht.

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