Schenken Sie Frauen und Mädchen ein Leben ohne Gewalt

Weltweit sind mehr als 200 Millionen Frauen und Mädchen in 31 Ländern von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) betroffen, was eine nach wie vor gängige Praxis darstellt. Anlässlich des Internationalen Tags gegen weibliche Genitalverstümmelung durften wir Frau Abgeordnete Petra Bayr, MA MLS bei unserem digitalen Round Table begrüßen, die uns über die Hintergründe und Initiativen im Kampf gegen FGM informierte.

 

 

Die meist als kulturelle Tradition verankerte Praxis gründet sich nicht nur auf anhaltende patriarchale Strukturen, sondern ist auch auf armutsbedingte Umstände zurückzuführen. So herrscht oft der Gedanke vor, dass nur beschnittene Frauen verheiratet und somit versorgt werden können. Umso wichtiger ist es daher, die betroffenen Länder in der Armutsbekämpfung zu unterstützen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Als Gründungsmitglied der österreichischen Plattform stopFGM berichtete uns Petra Bayr aber auch über Maßnahmen, die in Österreich erforderlich wären. So sind medizinische Berufsgruppen zu sensibilisieren, wie von FGM betroffene Frauen zu behandeln sind oder welche rechtlichen Schritte gegen diesen drastischen Eingriff in die körperliche und sexuelle Integrität zu setzen sind. Auch hier gibt es daher noch einige Initiativen zu ergreifen.

Die weltweite Beendigung weiblicher Genitalverstümmelung ist als Fragment der Geschlechtergleichstellung in den Sustainable Development Goals (SDG) verankert und somit ein global verfolgtes Ziel. Der Schlüssel, um dieses zu erreichen, liegt für Petra Bayr jedoch vor allem in der Sensibilisierung der Kulturen und insbesondere der Männer, um gemeinsam gegen FGM einzutreten.