Cécile Vogt

            Foto © Jacqueline Bougouma

 

In Krisen wie Pandemien, Naturkatastrophen oder bewaffneten Konflikten soll humanitäre Hilfe beitragen, Leben zu retten, Leid zu lindern und die Rückkehr zu menschenwürdigen Lebensverhältnissen zu ermöglichen. Die Beteiligung von Frauen an der Bewältigung humanitärer Krisen ist von wesentlicher Bedeutung. Princella Arkor Godzi gewährte am 16.11.2022 beim virtuellen Round Table Women Humanitarians: Work and Culture in the West African Context” wertvolle Einblicke in die humanitäre Arbeit in Subsahara-Afrika und beleuchtete die Dynamik und Komplexität von Kultur und Work-Life-Balance aus der Sicht einer afrikanischen Frau.

Princella Arkor Godzi ist Deputy Course Director for Humanitarian Assistance in West Africa (HAWA) am Kofi Annan International Peacekeeping Training Center (KAIPTC) in Ghana. Sie arbeitet im Rahmen des Projekts „Kapazitätsaufbau für Humanitäre Hilfe in West Afrika“, das von der Austrian Development Agency finanziert und vom österreichischen Verteidigungsministerium durch das Austrian Center for Peace (ACP) unterstützt wird. Nutzen Sie die Gelegenheit, diese aufschlussreiche Veranstaltung per Video nachzuverfolgen.

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Die Vortragende stellte humanitäre Arbeit und ihren Kontext in West Afrika anhand von Beispielen aus Mali, Senegal, Nigeria, Burkina Faso, Niger and Ghana vor. Dabei ging sie insbesondere auf Aspekte der Kultur und Religion ein und beleuchtete schwerpunktmäßig die Rolle von patriachalen Gesellschaftsstrukturen. Nach wie vor werde von Frauen erwartet, zu heiraten und die Familie und den Haushalt an erste Stelle zu setzen. Dies wirke sich letztendlich negativ auf die Einbeziehung und Vertretung von Frauen im humantiären Umfeld aus. Trotz teilweise hemmender gesellschaftlicher Erwartungen berichtete Princella Arkor Godzi von starken Frauen, die es schafften, im humanitären Umfeld Karriere zu machen. Dies sei umso wichtiger angesichts der entscheidenden Bedeutung von Frauen im Bereich der humanitären Hilfe: Frauen erleichtern die Interation zwischen dem Krisenbewältigungsteam und der betroffenen Bevölkerung, bei der es sich großteils um Frauen und Kinder handelt.