Am 29. Mai lud UN Women Austria Vereinsmitglieder und Friends zum Theatertag im Wiener Kosmostheater ein, um sich anhand der Aufführung „FÜR:SORGE“ ein Bild über den Alltag rumänischer Pflegarbeiterinnen in Österreich machen zu können.

Der mehrsprachige Theaterabend vom baldanders theaterkollektiv nimmt die gesellschaftlichen, institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen der professionellen und informellen Betreuungsarbeit in den Blick und untersucht ihre Auswirkungen auf die einzelnen Schicksale aus Sicht der Beteiligten.

Foto: Barbara Metzl für UN Women Austria

Die Realtität der Pflege in Zahlen

Derzeit sind in Österreich 127.000 Personen als Pflege- und Betreuungsfachkräfte gemeldet. Darunter 64.000 im 24-Stunden-Pflegebereich, davon 24.700 aus Rumanien. Der Stundenlohn liegt laut Amnesty Internationl bei 2-3 Euro pro Stunde.

 

Pflege ist der am geringsten geschätzte Beruf von allen. Es gibt viele Gründe, aber einer davon ist vielleicht, dass 89% der Pflegekräfte weiblich sind.“

– Co-Autorin von „FÜR:SORGE“ und Krankenpflegerin Christie Watson über den Pflegeberuf

 

Care-Arbeit ist keine Privatsache

Schon in den 1990er Jahren entsand der Begriff Care-Arbeit in feministischen Theorien und Diskursen über Reproduktionsarbeit. Spätestens seit der Pandemie, in der die Mehrfachbelastung von Frauen immer deutlicher wurde, wird dieser Begriff auch außerhalb feminististischer Kreise häufig verwendet. Trotz dieser Bewusstwerdung überwiegt die Beteiligung von Frauen an Care-Arbeit noch immer, zugleich wird diese nicht als ein zentrales Politikfeld vernommen.

Quelle: FÜR:SORGE baldanders theaterkollektiv

Nach der Vorführung nahm UN Women Austria Vizepräsidentin Katharina Kräftner (links) an einem Publikumsgespräch mit diversen Expert:innen und dem Esemble teil.

Foto: Barbara Metzl für UN Women Austria

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