Wir freuen uns, dass auch dieses Jahr anlässlich des Weltflüchtlingstags – trotz Einschränkungen aufgrund von COVID-19 – unser traditionelles Charity Dinner im Restaurant Habibi & Hawara stattfinden konnte. Der Reinerlös des Abends geht an geflüchtete Mädchen und Frauen in den jordanischen Flüchtlingscamps Za’atari und Azraq. Laut UNHCR leben aktuell 113 600 Flüchtlinge in diesen beiden Camps, davon ca. 80 % Frauen und Kinder. 

UN Women hat mithilfe eines einzigartigen Modells, den sogenannten „Oasen“, geschützte Räume für die vielfach von Gewalt betroffenen Mädchen und Frauen in den Camps geschaffen, in denen sie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beratung und Betreuung erhalten können. So gibt es für die Mädchen z.B. Grundschulbildung, und Alphabetisierungskurse für erwachsene Frauen sowie Englisch- und Computerkurse. Mit dem Cash-for-Work Programm und der Möglichkeit, mit handwerklichen Tätigkeiten Geld zu verdienen, soll Frauen außerdem Würde im Alltag und eine Perspektive für die Zukunft gegeben werden. Auch Kinderbetreuung wird in den Oasen angeboten und mit gezielter Beratung soll das Selbstbewusstsein der Frauen und Mädchen wieder gestärkt und sie auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt werden.

Mit den am Charity Dinner gesammelten Spenden in Höhe von knapp 2.000,- € unterstützen wir weiterhin diese „Oasen“ in Za’atari und Azraq.

Bei einem Willkommensgetränk konnten sich Gäste bereits zu Beginn der Veranstaltung austauschen, bevor das Buffet mit köstlichen orientalischen Spezialitäten nach einer Begrüßung durch Desiree Schweitzer, Präsidentin von UN Women Austria, eröffnet wurde.

Die Oase hat mir die Kraft gegeben, die ich brauche, um mich wieder aufzubauen. Die Position, die ich habe, ist viel mehr als nur Geld zu verdienen. Ich lerne nicht nur neue Fertigkeiten, sondern habe auch die Möglichkeit, anderen Frauen für ihr weiteres Leben Fertigkeiten beizubringen.

Falha Abrabo

Alphabetisierungslehrerin

Lesen Sie hier mehr zu Falha Abrabo und ihrer Geschichte.

                         Empfang der Gäste im Habibi & Hawara mit Willkommensgetränk. Foto: UN Women Austria

Begrüßung durch Desiree Schweitzer, Präsidentin von UN Women Austria. Foto: UN Women Austria

Ich bekam einen Job im UN Women-Oasenzentrum als Lehrassistentin, Pädagogin und Peer-Facilitator, wodurch ich mich finanziell selbst unterstützen und sparen konnte, um meine Arztrechnungen zu bezahlen. Sich selbst zu befähigen ist der Schlüssel, um jede Barriere, die vor einem liegt, zu durchbrechen. Und indem ich mich selbst ermächtigte, hatte ich dann das Vertrauen, andere zu ermächtigen.

Ibtsam Sayeed Ahmed

Lehrassistentin, Pädagogin und Peer-Facilitator

Wie in vergangenen Jahren waren auf den Tischen Erfahrungsberichte und Zitate einiger Flüchtlingsfrauen und weitere Beiträge informierten über die Situation in den Camps während der Coronavirus-Pandemie sowie über diesbezügliche Maßnahmen und Unterstützungsleistungen von UN Women, ein Video gab den Teilnehmer*innen einen Einblick in den Alltag in Za’atari.

Foto: UN Women Austria

Süße Spezialitäten. Foto: UN Women Austria

Wer die Angaben zu Za‘atari und Azraq in der Begrüßung verfolgt hatte, konnte sich erfolgreich bei der Beantwortung des Quiz beteiligen und kleine Preise gewinnen.

Alle Teilnehmer*innen waren sich einig, dass dieser Abend durch die Möglichkeit, mit den Spenden das Leben von Frauen und Mädchen in den Flüchtlingslagern Za’atari und Azraq zu verbessern, durch die anregenden Gespräche und das gute Essen, ein sehr beeindruckendes – und bis zum nächsten Charity Dinner – in Erinnerung bleibendes Erlebnis war.

Einige der Erfolgsgeschichten und Beiträge zu den Oasen in den Flüchtlingscamps Za’atari und Azraq finden Sie in Kürze hier auf unserer Homepage.

Spenden können Sie hier.

Ich wusste, dass ich die Kraft finden musste, um weiterzumachen, zum Wohle meiner verbleibenden Kinder. Ich hörte von dem “Cash-for-Work”-Programm, das von UN Women im Lager eingerichtet wurde, und beschloss, mich anzumelden. Ich begann zu lernen, wie man Teppiche aus Recyclingmaterial webt. Mit jedem Faden, den ich webte, hatte ich das Gefühl, meine Sorgen wegzuweben. Die Arbeit verlagerte die Bitterkeit des Verlustes und gab mir ein Gefühl der Sinnhaftigkeit.

*Emm Ali

Teppichweberin, *Name aus Gründen der Privatsphäre geändert

In diesem Jahr traf ich die Entscheidung, mich im Frauenzentrum [Oase] als Schneiderin einzuschreiben. Als ich in das Programm aufgenommen wurde, war ich sehr nervös, aber auch aufgeregt. Durch das Oasen-Programm und die Dienstleistungen, die es bietet, habe ich jetzt Zugang zu Kinderbetreuungseinrichtungen, einen Transportkostenzuschuss und ich kann ein Einkommen für meine Familie erwirtschaften. Das Wichtigste für mich ist, dass ich nun in der Lage bin, die Therapie meiner Tochter zu bezahlen.

Mona Ahmed Alqkla

Schneiderin

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